MinimierenAnwendungen

 

» Seite drucken

Gleitlager

Gleitlager_Tribologie_Graphit
Gleitlager sind Loslager, die zum Tragen und Führen von Maschinenteilen dienen, die relativ zueinander beweglich sind. Sie bestehen aus der beweglichen Welle (Lagerzapfen) und der Lagerschale oder –buchse und können sowohl als Axial- als auch als Radiallager ausgeführt sein. In den mannigfaltigen Anwendungsgebieten von Gleitlagern lässt sich grundsätzlich zwischen den Systemen mit und ohne Flüssigkeitsschmierung unterscheiden. Bei Gleitlagern können jedoch auch beide Mechanismen je nach Einsatzbedingungen im Bereich der Mischreibung nebeneinander auftreten. Bei der Zusammenstellung geeigneter Werkstoffkombinationen ist folglich auch auf das hydrodynamische Verhalten der Partner zu achten. Da sich meist die Schmiereigenschaften von Flüssigkeiten zum Beispiel durch Reibungswärme verschlechtern, sollte mindestens ein Partner eine gute thermische Leitfähigkeit besitzen.

Im Trockenlauf stehen vor allem niedrige Reibkoeffizienten und Verschleißraten im Fokus. Bei den so genannten Hart-Weich-Paarungen soll die angepasste Oberfläche des harten Partners möglichst geringen Verschleiß des weichen Partners verursachen, der wiederum durch geringen Abtrag als Festschmierstoff reibungsmindernd wirkt. Harte Partner sind Metalle (auch poröse Sintermetalle), keramische Werkstoffe oder CFC-Verbunde, die verschiedenen Kohlenstoffwerkstoffe und Kunststoffe dienen als weiche Partner.

Zur Herstellung von Gleitlagern steht je nach Anwendung und Lastenheft eine enorme Materialvielfalt zur Disposition. Verwendet werden Kohlenstoffwerkstoffe wie Kohlenstoff-Graphit, Elektrographit, imprägnierte Graphite und kunstharzgebundener Kohlenstoff, keramische Materialien wie Siliziumkarbid, Aluminiumoxid oder Wolframkarbid, metallische Werkstoffe und Legierungen sowie verschiedenste Polymere.

MinimierenWerkstoffe (5)

MinimierenMultimedia (6) 

MaximierenDialog zum Thema