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Kohlenstoffgraphit

Kohlenstoffgraphit entsteht als erste Stufe im mehrstufigen Herstellprozess künstlicher Graphitwerkstoffe als amorphes Produkt durch Verkokung kohlenstoffhaltiger Ausgangsmaterialien. Der Werkstoff zeigt sehr gute tribologische Eigenschaften. Daher werden aus Kohlenstoffgraphit vor allem Dichtungsringe, Gleitlager und Pumpenteile hergestellt in denen die gute Gleitfähigkeit im Vordergrund steht.

Kohlenstoff- und Graphitwerkstoffe gehören zur Familie nicht-oxidischer Keramiken. Da Graphit nicht schmelz- oder sinterbar ist, lässt sich der Zusammenhalt des Werkstoffgefüges nur durch eine zusätzliche Bindemittelmatrix erreichen. Rohstoffe wie Petrolkokse, Pechkokse, Ruße oder Graphite mit einer definierten Korngrößenverteilung werden bei erhöhter Temperatur mit einem thermoplastischen Bindemittel gemischt. Hierfür kommen sowohl Peche auf Steinkohlenteer- oder Petroleumbasis als auch Kunstharze in Betracht, die üblicherweise in einem nach geschalteten thermischen Behandlungsschritt ebenfalls in Kohlenstoff umgesetzt werden.

Bei höheren Ansprüchen in Richtung elektrischer Leitfähigkeit, thermischer Belastbarkeit oder Reinheit empfiehlt sich der Wechsel zum Elektrographit, der durch die so genannte Graphitierung (Hochtemperaturbehandlung) aus Kohlenstoffgraphit entsteht.

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