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Hochtemperatur-Handling von Hohlgläsern

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Glas wird heiß verarbeitet. Überall im Produktionsprozess, wo heißes Glas gegossen, geformt, gehalten und geführt wird, entstehen Berührungspunkte mit anderen Materialien. So werden beim Handling von Hohlglasprodukten am heißen Ende Greifer eingesetzt, Schieber oder Umlenker, Dorne und Führungen. Diese müssen zum einen den hohen Temperaturen möglichst lange und ohne Änderung ihrer Eigenschaften Stand halten, zum anderen dürfen sie trotz starker Verschleißbelastung keine Verunreinigungen eintragen und die Glasoberfläche nicht zerkratzen oder beschädigen. Zudem darf die Wärmeabfuhr vom Glas nicht ungeregelt über die Materialien erfolgen, da bereits geringe Unterschiede im Temperaturprofil den Produktionsablauf empfindlich stören.

Graphit erfüllt diese Eigenschaften perfekt. Aufgrund der geringeren Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Metallen besteht ein deutlich geringeres Risiko von Spannungsrissen. Zudem wird weniger Wärme aus dem Glas abgeführt. Aus diesem Grunde konnten in den letzten Jahren auch der Gebrauch von Asbest erheblich eingeschränkt werden. Anhaftungen sind wegen der guten chemischen Resistenz nicht zu befürchten und die gute Temperaturbeständigkeit sorgt für niedrigen Verschleiß. Für mechanisch stark beanspruchte Komponenten empfehlen sich neben Graphitwerkstoffen auch CFC-Verbundwerkstoffe. Eine Erhöhung der Oxidationsbeständigkeit kann durch Schichten aus Pyrokohlenstoff oder Siliziumcarbid erreicht werden.

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