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Tribologische Sonderanwendungen

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Da die Eigenschaften von Graphit-Werkstoffen und CFC-Verbunden in sehr weiten Bereichen gezielt eingestellt werden können, bieten sich für diese Werkstoffklassen eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten, bei denen der Reibverschleiß möglichst gering sein muss. Dies gilt sowohl in Kontakt mit aggressiven Medien, bei niedrigen oder hohen Temperaturen, bei Strom durchflossenen Bauteilen oder extremen Lasten. Neben den tribologischen Standardanwendungen ergeben sich so zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten.

Zunehmend werden Entwickler und Ingenieure in tribologischen Anwendungen mit extrem hohen Anforderungen an die Reib- und Gleitsysteme konfrontiert. Eines dieser Beispiele sind die Notgleitsysteme des Transrapids. Hier lasten im Notfall tonnenschwere Gewichte auf den Komponenten und das bei Geschwindigkeiten weit über 400 km/h. Dabei reißen enorme Kräfte am Material. Ähnlich sieht die Situation bei Bremsscheiben aus Faserkeramik in Flugzeugen, Rennwagen, schwere Lastkraftwagen und Sportversionen einiger Pkws aus. Für solche Extremanwendungen bieten faserverstärkte Keramiken wie CFC- oder CMC-Werkstoffe beste Voraussetzungen. Der Gewichtsvorteil bei der ungedämpften Masse bei gleichzeitig verbesserten Reibeigenschaften sowie Beständigkeit und Langlebigkeit des Materials spornen die Entwicklungen in diesen Anwendungen an.

Auch Motorkolben aus Kohlenstoff versprechen mit einem Gewichtsvorteil von 30 % gegenüber Aluminium interessante Perspektiven, den Kraftstoffverbrauch zu mindern. Dazu bieten Graphitwerkstoffe bessere Temperatur- und Thermoschockbeständigkeit sowie bessere Gleiteigenschaften. Einem Durchbruch auf breiter Front stand bislang lediglich ihr höherer Preis im Wege.

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