Kohlebürsten für Bahnanwendungen
Im Laufe der Jahre haben sich neben den Blockbürsten einige weitere Ausführungsformen von Kohlebürsten etabliert. Sie dienen dazu, den Kohlebürstengleitkontakt an besondere elektrische und mechanische Verhältnisse anzupassen und damit die Betriebseigenschaften zu verbessern. Zu den wichtigsten Grundformen zählen:
Zwillings- und Drillingskohlebürsten, bei der die Kontaktierungsbedingungen durch zwei oder drei in tangentialer Richtung hintereinander liegende, gleich große Teilbürsten verbessert werden. Maschinen, die im Reversierbetrieb arbeiten, laufen dadurch stabiler.
Spreizkohlebürsten stellen eine Sonderform der Zwillingsbürsten dar, in der beide Teilbürsten zur Bürstenmitte hin geneigte Kopffläche aufweisen. Bei schwingungsanfälligem Betrieb ergibt die durch die Spreizung hervorgerufene größere Reibung zwischen Kohlebürste und Haltertascheninnenwand (Dämpfung) eine bessere Kontaktierung am Kommutator.
Schichtkohlebürsten sind für schwierige Kommutierung konzipiert, um starke Funkenbildung, Lamellenanbrennungen oder hohen Verschleiß zu vermeiden.





