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Kohlebürsten für Bahnanwendungen

Kohlebürsten
Diese Technik der Stromübertragung ist zwar schon über einhundert Jahre alt, aber bei weitem noch nicht überholt, auch wenn in Triebfahrzeugen der neuesten Generation häufig bürstenlose Motoren zum Einsatz kommen. Kohlebürsten stellen über Schleifringe oder Kollektoren den elektrischen Kontakt zu einem rotierenden Teil einer Maschine her. Dabei bestehen speziell im Bahnbetrieb besondere hohe Anforderungen an den Kohlebürsten-Gleitkontakt. Dazu zählen kurzzeitige Überlastungen, große Stromsteilheiten, langer Leerlauf, Schwachlast-Betrieb, aggressive Gase und Dämpfe, hohe Umgebungstemperatur, Ölnebel und hoher Staub- und Aschegehalt in der Umgebung. Auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft erschwert die Bedingungen.

Im Laufe der Jahre haben sich neben den Blockbürsten einige weitere Ausführungsformen von Kohlebürsten etabliert. Sie dienen dazu, den Kohlebürstengleitkontakt an besondere elektrische und mechanische Verhältnisse anzupassen und damit die Betriebseigenschaften zu verbessern. Zu den wichtigsten Grundformen zählen:

Zwillings- und Drillingskohlebürsten, bei der die Kontaktierungsbedingungen durch zwei oder drei in tangentialer Richtung hintereinander liegende, gleich große Teilbürsten verbessert werden. Maschinen, die im Reversierbetrieb arbeiten, laufen dadurch stabiler.

Spreizkohlebürsten stellen eine Sonderform der Zwillingsbürsten dar, in der beide Teilbürsten zur Bürstenmitte hin geneigte Kopffläche aufweisen. Bei schwingungsanfälligem Betrieb ergibt die durch die Spreizung hervorgerufene größere Reibung zwischen Kohlebürste und Haltertascheninnenwand (Dämpfung) eine bessere Kontaktierung am Kommutator.

Schichtkohlebürsten sind für schwierige Kommutierung konzipiert, um starke Funkenbildung, Lamellenanbrennungen oder hohen Verschleiß zu vermeiden.

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