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Leitfähigkeitsmesszellen

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Die Messung und Kontrolle der spezifischen elektrischen Leitfähigkeit ist in nahezu allen Prozessen der chemischen Synthese, der Nahrungsmittel-Verarbeitung oder der Medizintechnik von herausragender Bedeutung. So können bereits kleinste Abweichungen in der Leitfähigkeit zum Umkippen eines Systems und damit zum Ausfall führen. Die Palette an Ausführungsformen von Leitfähigkeitsmesszellen ist beinahe ebenso groß wie die Bandbreite der Flüssigkeiten in denen sie eingesetzt werden. So müssen die Messzellen nicht nur in gänzlich unterschiedlichen Leitfähigkeitsbereichen von wenigen Millisiemens bis hin zu mehreren hundert Siemens zuverlässig und mit mehr oder minder hoher Auflösung arbeiten, sondern auch eine ausreichende chemische Beständigkeit in den unterschiedlichsten aggressiven Medien aufweisen. Je nach Belastung der Flüssigkeit mit Partikeln und abhängig von deren Konzentration und Größe kommen wieder andere Messzellen zum Einsatz.

Gemein ist allerdings allen, dass ein abgestimmtes System aus Elektrolytlösung und Elektroden zur Generierung der Messwerte zum Einsatz kommt. Für den Einsatz unter kritischen Bedingungen, wie z. B. bei starken Säuren und Basen, sind neben Platin auch kunstharzgebundene Graphite gut geeignet, die sich außer durch ihre gute chemische Resistenz und Inertheit, durch hochkonstante elektrische Eigenschaften (keine Drift) und gute Langzeitstabilität auszeichnen. Zudem ist dieser Werkstoff physiologisch unbedenklich, weshalb solche Leitfähigkeitsmesszellen auch in Dialyseapparaturen eingesetzt werden können.

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